__Please, take this Pain away...__
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Alle sitzen sie um den großen Tisch. Es gibt Apfelstrudel und Kaffee und danach leckere belegte Brötchen. Es ist eine Woche nach ihrem 27. Geburtstag. Und sie ist super drauf. Vor ein paar Stunden hätte sie noch nicht einmal gerade sitzen können, weil sie das Gefühl hatte, ihr Kopf würde explodieren. Zum Glück gibt’s ja diese tollen Kopfwehtabletten aus der Apotheke.
 
Ihr langjähriger Freund hat sich zu seinem Schwager verzogen. Will er doch diese nette Frauenrunde nicht stören.
 
Die Stimmung ist großartig. Haben sie sich alle doch schon länger nicht mehr gesehen. Und sie ist stolz. Stolz, weil sie alles so gut organisiert hat und stolz, weil alle ihre neue Wohnung in der sie mit ihrem Freund wohnt, supertoll finden.

4.4.08 09:41


In der Nacht wird sie von schlimmen Rückenschmerzen, die bis zu ihrem Hals hin reichen, geweckt. Sie kann sich kaum bewegen. Nur mit Mühe gelingt es ihr, ihren Freund, der neben ihr liegt, zu wecken. Der steht sogleich auf, um ihr eine Wärmeflasche und ein Aspirin zu bringen und meint, bis in der Früh ist alles wieder in Ordnung. Doch ihr gelingt es vor lauter Schmerzen nicht mehr, einzuschlafen.
 
Noch am Vormittag fährt ihr Freund sie in das nächstgelegene Krankenhaus. Er muss ein paar Mal während der Fahr anhalten. Die Schmerzen sind so stark, dass Übelkeit in ihr hoch kommt und sie sich übergeben muss.
Sie hat große Angst, weil sie zuvor noch nie selber im Krankenhaus war. Immer nur zum Besuch und das hat ihr bereits gereicht.
 
Im Krankenhaus selber wird sie von einer Abteilung in die Andere geschickt und landet schließlich in der Nerven-Abteilung. Dort muss sie sehr lange warten, bis sich dann endlich eine Ärztin ihrer annimmt.
Diese stellt ihr ein paar Fragen, tastet hier und da und beschließt dann, ihr eine Infusion zu geben. Doch es wäre kein Bett frei, also müsse sie diese Infusion im Sitzen bekommen.
Sie erwähnt, dass sie oft Kreislaufprobleme hat und sie Angst hätte, im Sitzen umzukippen und fragt, ob denn nicht wenigstens vorübergehend ein Notbett frei wäre.
Die Ärztin wird unhöflich und meint, sie hätte jetzt keine Zeit dafür, sich um ein Bett zu kümmern, schreibt irgendwas auf einen Zettel und reicht es ihr mit den Worten ‚Das müsste reichen’ und geht.
 
Sie hält das Rezept in ihren zitternden Händen und schaut ratlos ihren Freund an, der daneben steht. Heute ist Sonntag. Welche Apotheke hat denn Notdienst heute?
Sie fahren einige Apotheken ab und finden endlich eine, die offen hat. Sie bleibt im Auto sitzen. Sie hat keine Kraft mehr. Die Schmerzen sind zu stark. Und sie ist furchtbar müde.
Er holt ihr das Medikament. Ein sehr sehr starkes Schmerzmittel.
 
Sie nimmt es sofort und kaum zu Hause angekommen, reichen die Kräfte nur noch, um sich in ihr Bett zu schleppen. Gleich darauf schläft sie ein.

4.4.08 10:49


Einige Wochen vergehen. Die Rückenschmerzen kamen nicht mehr zurück. Doch sie hat wieder diese Kopfschmerzen. Sie vermutet, dass es wohl an der Frühjahrsmüdigkeit liegt oder auch daran, dass eine versteckte Grippe in ihr steckt.
 
Wenn es nicht bald besser wird sie wohl zum Arzt schauen müssen, um sich was gegen diese Grippe verschreiben zu lassen.

8.4.08 16:36


Als sie dann auch noch zeitweise mit morgendlicher Übelkeit zu kämpfen hat, reicht es ihr. Sie beschließt zum Arzt ihres Vertrauens zu gehen.
 
Der Warteraum ist überfüllt. Und es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sie endlich aufgerufen wird. Sie wird aufgefordert, in dem Ordinationszimmer Platz zu nehmen. Der Doktor würde bald kommen.
 
Wieder vergeht etwas Zeit. Zeit, um sich umzusehen. Schon unheimlich irgendwie, wie viele verschiedenste Geräte, Fläschchen, Medikamentenschachteln und Bücher sich hier befinden. Was wohl auf sie zukommen wird, wenn der Doktor sie untersucht?
Nervös rutscht sie auf dem Besucherstuhl hin und her.
9.4.08 13:13


Endlich betritt der Arzt das Ordinationszimmer und begrüßt sie mit einem Händeschütteln. Sie schildert ihm ihre Probleme: Kopfweh, zeitweise Übelkeit, Schwindelgefühl.
Der Blutdruck wird gemessen. Noch einmal. Und noch einmal. Sie wird darum gebeten, aufzustehen. Noch einmal wird der Blutdruck gemessen. Dann soll sie sich wieder setzen. Und er misst noch einmal. Klopft auf das Gerät, um gleich darauf noch einmal zu messen.
Sie ist bekommt es irgendwie mit der Angst zu tun, weil er nichts sagt und so besorgt schaut.

“Der Blutdruck ist viel zu hoch! Über 200! Ich werde Ihnen eine Überweisung für das Krankenhaus zur Blutdruckeinstellung ausstellen. Da sind Sie dann so 3 Tage und dann ist alles wieder gut.“

Krankenhaus? Nicht schon wieder!
Benommen verlässt sie mit dem Überweisungsschein und einem Termin die Praxis.

14.4.08 16:42


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